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2014–2023

Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel Mehr lesen

Der Erweiterungsbau des Zentrums für Ozeanforschung entsteht am Mündungsbereich der Schwentine an der Kieler Förde. Mit einem Sockel aus Cortenstahl, der die bauliche Kante des bestehenden Gebäudes fortsetzt, integriert er sich in die von Ziegelbauten geprägte Umgebung. Der Sockel nimmt die Lager für Expeditionsgeräte und Labore auf und wird durch Patios gegliedert. Darüber entwickeln sich fünf Kuben unterschiedlicher Proportion und Höhe für die Forschungsbereiche, die mit einer prismatisch reflektierenden Glas-Alufassade dem Gebäude eine gewisse Leichtigkeit geben. Aus dem Zusammenspiel zwischen dem hermetischen, mit der Umgebung korrespondierenden Sockel und den Glaskörpern, in denen sich die maritime Lichtstimmung des Ortes fängt, entwickelt sich das architektonische Thema des Hauses. Eine Sonderstellung nimmt der Kubus für die öffentlich zugänglichen Bereiche mit Bibliothek und Konferenzbereich ein, der ebenfalls mit Cortenstahl verkleidet ist. Um den alltäglichen Austausch der Wissenschaftler zu fördern, werden an den Fluren informelle Aufenthaltsbereiche und Besprechungsräume mit Blick auf das Wasser und die institutseigenen Forschungsschiffe angeboten.

Projektdetails
Wettbewerb 1. Preis, 2012
Bauherr Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Planungsbeginn 2014
Baubeginn 2018
Fertigstellung 2023
BGF 27.200 m²

Wettbewerb
Projektleitung: Petra Wäldle
Team: Sarah Stöcker, Ivan Kaleov, Fabian Reinsch, Anna Immenkemper

Planung und Realisierung
Projektkoordination: Alfred Nieuwenhuizen
Projektleitung: John Barnbrook
Team: Sarah Papen, Frank Trautmann, Ove Jacobsen, Thomas Eysholdt, Christoph Conrad, Heike Suhren-Streckwall, Michael Zeeh, Sabine Zoske, Züleyha Timur, Tobias Steib, Nicole Braune, Alice Boetker, Manuela Jochheim, Sylvio Heuer, Sophie Hartmann, Roger van Well, Frederic Rustige, Hong Anh Nguyen
Koordination Bauleitung: Dirk Richter

Örtliche Bauleitung: ERNST² Architekten, Hamburg