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2018–2028

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Mehr lesen

Die denkmalgeschützte Kunsthalle am Schlossplatz in Karlsruhe wird saniert und umstrukturiert und soll perspektivisch in einem zweiten Bauabschnitt um einen Neubau auf dem benachbarten Amtsgerichts-Areal erweitert werden.
Mit einer einfachen Intervention wird der Grundstein für die Lösung beider Aufgaben gelegt. Der bis dahin unzugängliche Innenhof des Vierflügelbaus wird zum Zentrum des Haupthauses umgedeutet, um ein Geschoss abgesenkt und überdacht. Im Sockelbereich ergänzt eine neue Zeitschicht aus geschliffenem Sichtbeton mit einem schlanken, frei in den Hof gestellten Glasdach das in vier Bauabschnitten gewachsene Gebäude und lässt ein atmosphärisch dichtes und vielseitig bespielbares Foyer entstehen. Durch den historischen Haupteingang gelangt man durch das opulente historische Treppenhaus auf den Umgang des Innenhofs. Eine breite Freitreppe leitet die Besucher ins Foyer hinab und lenkt den Blick auf die Passage zum Erweiterungsbau, die unterhalb der Straße beide Häuser verbinden soll. Eine abwechslungsreiche Raumfolge aus hohem, natürlich belichteten Foyer, überwölbtem ehemaligen Zeichensaal und neuer Unterführung mündet in dem zweiten, ebenfalls überglasten Foyer der Neuen Kunsthalle. Die gestalterische Verwandtschaft beider Foyers verknüpft die Häuser der Kunsthalle hinaus zu einer baulichen Einheit.
Der Erweiterungsbau hinter der 1960er Rasterfassade des Amtsgerichts wurde im Ideenwettbewerb als klares Volumen skizziert, das zur Stadt hin ein Zeichen der Erneuerung setzt, die historisierende Ansicht zum Schlossplatz hin jedoch unverändert lässt.

Projektdetails
Wettbewerb 1. Preis, 2018
Bauherr Land Baden-Württemberg
Planungsbeginn 2018
Fertigstellung 2028
BGF 17.400 m²

Wettbewerb
Team: Petra Wäldle, Sophia Martinetz, Mathis Grahl, Svea Hinzmann, Esra Oruç

Planung und Realisierung
Projektkoordination: Per Pedersen
Projektleitung: Florian Nusser
Team: Marion Rehn, Maximilian Schädlich, Jacob Steinfelder, Sandra Herzog, Mathis Grahl, Valentin Spaeth, Johannes Drechsler, Sabine Zoske, Sophie Hartmann, Olga Koch, Dörte Pritzl, Aleksandra Kudriashova