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1997–2000

Museum Georg Schäfer, Schweinfurt Mehr lesen

© Udo Meinel
© Ivan Nemec
© Ivan Nemec

Das Museum beherbergt eine einzigartige Sammlung deutscher Malerei und Zeichenkunst von 1760 bis 1930. Dazu zählen bedeutende, meist kleinformatige Werkgruppen einzelner Maler wie z.B. Caspar David Friedrich, Carl Spitzweg, Ferdinand Waldmüller, Adolph von Menzel bis zu den Impressionisten Max Slevogt, Lovis Corinth und Max Liebermann.

Der Bau entstand über einer bestehenden Tiefgarage, die ein Geschoss aus der Erde ragte und als Sockelgeschoss in die skulpturale Form des Neubaus integriert wurde. Um das verhältnismäßig große Bauvolumen in den kleinteiligen, fragmentarischen Altstadtblock einzubinden, erhielt das Gebäude große Ein- und Unterschnitte, die auf verschiedene stadträumliche Bezüge reagieren.

Von dem erhöht liegenden Eingangsgeschoss erreicht man über eine zentrale Treppenanlage die Wechselausstellung und die Graphische Sammlung im ersten Obergeschoss und das Sammlungsgeschoss. Die Kompaktheit des obersten Geschosses erlaubt es, alle Gemälde der Dauerausstellung in Tageslichträumen zu zeigen. Der horizontal organisierte Ausstellungsgrundriss bietet eine Varianz an Raumgrößen und Proportionen, die durch die Erschließungshalle und die Lichthöfe klare Orientierungspunkte und Außenbezüge erhalten. Die so entstehende Gliederung in Raumgruppen wird durch die Farbgebung der Räume unterstützt.

Projektdetails

Architekturpreis Beton 2001
Auszeichnung - BDA Preis Bayern 2001

Wettbewerb 1. Preis, 1997
Bauherrin Stadt Schweinfurt
Planungsbeginn 1997
Fertigstellung 2000
BGF 6.500 m²

Wettbewerb
Team: Hanns Ziegler, Frank Fuhrmann, Klaus Gehrmann

Planung und Realisierung
Projektleitung: Per Pedersen
Team: Hanns Ziegler, Martina Eissler, Klaus Gehrmann, Birgit Hübner, Madina von Arnim, Alexander Böhme, Uta Weichlein

Örtliche Bauleitung: BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH, Berlin
Fotos
Ivan Nemec, Udo Meinel, Zooey Braun